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Den Rest einfach nicht beachten, sind überleibsel von irgendeinem Experiment^^

Charaktergeschichte

Bevor die Geschichte anfängt, möchte ich Euch Jentar ein wenig näher bringen. Im Laufe der Geschichte entwickelt er immer mehr Seiten, manche davon sind positiv, andere negativ. Schon als kleines Kind war er sehr aufmerksam und neugierig. Doch sein Gefühlsleben war auch durch eine bestimmte Kälte geprägt. Er interessierte sich nie für die Sorgen seiner Mitmenschen und so wurde er von den meisten einfach außer Acht gelassen. Doch natürlich hatte er Freunde, zwar auf einen kleineren Kreis beschränkt, doch sie verstanden sich gut. Seine Eltern Drungbar und Keli hatten genug damit zu tun der Familie das Nötigste zum Leben zu erarbeiten und kümmerten sich nicht sehr viel um ihn. Dies könnte der Grund sein, warum er mit der Zeit immer herablassender gegenüber Leuten wurde, die ihm nicht sehr geheuer waren.
Doch nun genug davon, wenden wir uns seinem Leben zu.

Die Geschichte setzt mit seiner Geburt in einer kleinen Siedlung, nicht weitgelegen von Garan, einer Stadt im Fürstentum Tiefenwald des Reiches Galadon, ein. Sein Vater Drungbar, welcher von stämmiger Natur war, verdiente sich als Jäger in den vielen Wäldern die es dort gab. Sie waren keine wohlhabende Familie, doch reichten ihre Mittel stets für das Notwendigste aus. Sein Vater brachte ihm ein wenig über die Tiere bei, doch Jentar hegte keine Absicht daran Jäger zu werden. Er begeisterte sich viel mehr für das Schnitzen von, anfangs einfacher, Sachen. Er stibitzte sich immer eines der Jagdmesser seines Vaters, machte es sich auf einem Baumstumpf gemütlich und verbrachte die Zeit mit Schnitzen. Als er in das Alter kam wo er auch seinem Vater helfen konnte, nahm ihn Drungbar öfters mit zur Jagd. Doch war er ihm keine große Hilfe, wie er feststellen musste.
Ihr einfaches Heim, aus übereinander geschichteten Baumstämmen bestehend, stand zusammen mit einigen wenigen Häusern in einer leichten Senke östlich von Garan. Ein Dorf konnte man die kleine Ansammlung nicht nennen, meist blieben die Bewohner unter sich.
Da Jentar in einem Umfeld aufwuchs in dem es so gut wie keine Magiebegabte gab, interessierte er sich auch nicht sehr für dieses Treiben und für die Akademie des grünen Zweiges, welche in den dunkelbegrasten, menschenleeren Hügel von Tiefenwald gelegen ist.

Jentar widmet seinen Glauben Morsan, dem Gott der die Toten zu sich nimmt und auf ihre Seelen Acht gibt. Da er und seine Familie recht abgeschieden lebten verwundert diese Tatsache nicht weiter, da Morsan ebenfalls Ruhe und Frieden schenkt. Seine Kindheit unterschied sich kaum von denen anderer Menschenkindern Galadon. Doch lernte er schon früh die Bedeutung von Verlust kennen. Ein guter Spielkamerad viel mit vier Jahren den Flammen eines Häuserbrandes zum Opfer. Der zusammengewürfelte Haufen der als Löschtrupp fungieren sollte tat sein Bestes, doch die Holzbauten boten Opfern eines Flammeninfernos so gut wie keine Gelegenheit, die Sache mit ihrem Leben zu überstehen. Sei diesem Unfall betrat Jentar regelmäßig Morsans Garten um für das Wohl für seines Freundes Seele zu beten. Offenbar führte dieses Erlebnis in Zusammenhang mit der minderen Fürsorge seiner Eltern dazu, dass die vorhin erwähnte innere Kälte in ihm aufkeimte.
Sein Vater versuchte so viel wie möglich für die Familie an Nahrung zu beschaffen, doch in den Dichten Wäldern war es öfters mehr als unmöglich ein Tier auszumachen. Da es auch keine Gebirgsflüsse gab, musste man in solchen Fällen entweder Reste vom Vortag nehmen oder bei den wenigen Nachbarn nachfragen.

Von Siebenwind erfuhr Jentar, als ein Wandersmann eines Morgens den Trampelpfad entlang kam. Er fragte ihn, was es neues in der Welt draußen gäbe und der Wanderer erzählte ihm von der Entdeckung Siebenwind, wie die „Nordwind“, das Schiff welches von König Hilgorad ausgesandt ward um neues Land zu erschließen,  unter dem Kommando von dem Nortraven Armgard Torbenson, nun endlich auf Festland gestoßen sein. In den nächsten Jahren würde diese Insel nun gesichert werden und für die Besiedlung durch Abenteurer vorbereitet.
Jentar lauschte dem Wanderer, da er sich schon immer gefragt hatte, ob es noch Land im Meer der Sieben Winde gibt. Beim Abendmahl erzählte er seiner Mutter und seinem Vater von den Neuigkeiten. Sein Vater sah es als falsch an, dass man nach neuem Land suchte, da alles man brauchte, in Falandrien zu finden sein. Man muss wissen, sein Vater war ein sehr zurückgezogener und stiller Mann, wie es eben für die Bewohner von Tiefenwald so üblich war. Doch Jentar hatte seinen Entschluss bereits gefasst. Er hoffte in Siebenwind Geld zu machen, um endlich aus der trostlosen Gegend fort zu kommen. Viel versprach er sich von seiner neuen Heimat nicht, doch glaubte er, würde es ihm besser ergehen als in Tiefenwald.

Mit erreichen seiner Volljährigkeit machte er sich nach Herstakam auf, einer Hafenstadt in Ossian. Sein Weg führte ihn durch das Herzogtum Taras und der Stadt Borast, in der er ein wenig Geld als Tagelöhner verdiente. Im Hafenviertel von Herstakam angekommen suchte er nach einem geeigneten Schiff, welches die Überfahrt nach Siebenwind anbot. Er verwickelte sich in einem Gespräch mit dem Kapitän der „Brun“, einem älteren Schiff, welches die besten Jahre wohl schon hinter sich hatte. Er kam mit dem Kapitän überein, dass er auf dem Schiff kostenlos mitreißen könne, sofern er anfallende Arbeiten leisten würde.
Im Jahre 17 n. Hilgorad stach er schließlich, an Bord von der Brun, in See. Die Reiße verlief recht ruhig, die größeren Stürme umfuhren sie oft. Dies verlängerte natürlich die Reise, doch sie wollten kein unnötiges Risiko eingehen.

Am Tag als die „Brun“ in Brandenstein einlief, schrubbte Jentar gerade das Deck, als er seinen Blick hob und den Hafen vor sich sah. Es war also geschafft, ein neuer Abschnitt seines Lebens würde sich ihm nun auftun. Er half der Mannschaft noch dabei das Bot zu vertauen und die Kisten unter Deck ans Tageslicht zu bringen. Danach nahm Jentar seinen kleinen Rucksack, verabschiedete sich vom Kapitän und der Mannschaft und betrat zum ersten Mal in seinem Leben Siebenwind.

� 2002 by Sinthoras,Weihnie Kontakt